Wechseljahre & Immunsystem: Warum du jetzt anfälliger für Infekte bist

Wechseljahre & Immunsystem: Warum du jetzt anfälliger für Infekte bist

Mit dem Eintritt in die Wechseljahre verändert sich das Immunsystem. Warum sind Infekte nun häufiger?

Die Wechseljahre, bekannt als Menopause, bringen hormonelle Schwankungen mit sich, die das Immunsystem beeinflussen können. Ist da ein Zusammenhang?

Während der Menopause sinkt der Östrogenspiegel, was zu veränderten Immunreaktionen führt und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen kann. Wie hängt das genau zusammen?

Hormonelle Veränderungen und das Immunsystem

Die Absenkung des Östrogenspiegels kann die Immunantwort des Körpers schwächen. Dieses Hormon spielt nämlich eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung einer starken Immunabwehr, insbesondere durch die Regulation von Entzündungsreaktionen.

Mit sinkenden Östrogenwerten verändert sich auch das Verhältnis von Immunzellen zueinander, was deine Körperabwehr vermindern kann. So können zum Beispiel natürliche Killerzellen, die vor Viren schützen sollen, in ihrer Aktivität beeinträchtigt werden, was die Tür für Infektionen widerstandsloser öffnet.

Ein ausgeglichenes Hormonmilieu ist also entscheidend für ein funktionierendes Immunsystem. In den Wechseljahren wird dieses Gleichgewicht jedoch gestört, was zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen kann.

Östrogen und Immunabwehr

Östrogen trägt zu einer effizienten Immunabwehr bei, indem es Entzündungsprozesse moduliert und die Kommunikation zwischen Immunzellen unterstützt. Mit dem Abfall des Hormons schwächelt folglich dieses Abwehrsystem.

Die verminderte Produktion von Östrogen während der Wechseljahre beeinflusst direkt die Funktion von bestimmten Immunzellen, zum Beispiel von T-Zellen, welche entscheidend für die Krankheitsabwehr sind.

Hinweis: Östrogenspiegel beeinflussen die Zusammensetzung und Aktivität von Immunzellen.

Schließlich kann ein niedriger Östrogenspiegel auch die Produktion von Antikörpern herabsetzen, was den Körper anfälliger für Krankheitserreger macht. Dadurch kann es leichter zu Infektionen kommen, die man früher vielleicht müheloser abgewehrt hätte.

Auswirkungen des Progesteronrückgangs

Während der Wechseljahre nimmt nicht nur das Östrogen, sondern auch das Hormon Progesteron ab. Dieser Rückgang hat spezifische Effekte auf den Körper.

  1. Schlafprobleme: Progesteron hat eine natürliche beruhigende Wirkung und fördert den Schlaf. Ein niedrigerer Spiegel kann Schlafstörungen begünstigen.
  2. Veränderte Immunantwort: Progesteron spielt eine Rolle bei der Regulierung der Immunantwort. Ein Rückgang kann daher zu einer weniger effektiven Abwehr führen.
  3. Gesteigerte Entzündungsreaktionen: Ein Mangel an Progesteron kann zu einer Zunahme von Entzündungsprozessen im Körper führen, was die Anfälligkeit für Infekte erhöht.
  4. Hautveränderungen: Dieses Hormon ist auch für die Elastizität und Gesundheit deiner Haut verantwortlich. Sein Mangel kann zu Trockenheit und anderen Hautproblemen führen.

Die Beeinträchtigung des Schlafes kann das Immunsystem weiter schwächen, da eine gute Nachtruhe für die Regeneration der Immunzellen essenziell ist.

Auch die psychische Gesundheit ist betroffen. Progesteronmangel kann zu Stimmungsschwankungen und erhöhtem Stress führen, was indirekt das Immunsystem beeinträchtigen kann.

Stressfaktoren während der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind für viele eine Zeit großer körperlicher und emotionaler Umbrüche, die mit vielerlei Stressfaktoren einhergehen können. Äußerliche Einflüsse wie beruflicher Druck und familiäre Verpflichtungen paaren sich oft mit innerlichen Veränderungen – hormonelle Schwankungen sind hierbei die Hauptakteure. Diese hormonellen Umstellungen können zu Unsicherheiten und Selbstzweifeln führen, die das Stresslevel zusätzlich erhöhen. In dieser Phase ist es daher wichtiger denn je, auf eine ausgewogene Work-Life-Balance zu achten und Unterstützung anzunehmen, um das Wohlgefühl zu bewahren und die Resilienz zu stärken.

Psychischer Stress und Immunfunktion

Psychischer Stress kann ein echtes Handicap für unser Immunsystem sein, weil er Entzündungsprozesse im Körper fördert, die sich auf die Immunantwort auswirken. Hormone wie Cortisol steigen an, was im weiteren Verlauf deine Immunabwehr beeinträchtigen kann.

Chronischer Stress ist besonders heimtückisch für die körpereigenen Abwehrkräfte. Er hemmt die Fähigkeit des Körpers, Infektionen effektiv zu bekämpfen, und macht somit anfälliger für Krankheiten.

Während der Wechseljahre befinden sich Frauen oft in einem emotional geladenen Zustand, was das Stresslevel zum Teil deutlich ansteigen lässt. Chronischer Stress kann die Funktion von T-Zellen herabsetzen und die Aktivität von natürlichen Killerzellen reduzieren, die für die Bekämpfung von Infekten zentral sind – eine direkte Verbindung zwischen psychischem Befinden und Immunsystem.

Neben den hormonellen Veränderungen fördern auch Schlafmangel, reduzierte körperliche Aktivität und ungesunde Ernährung während der Wechseljahre die Anfälligkeit für Stress. Das wiederum kann zu einem Teufelskreis aus chronischem Stress und geschwächter Immunabwehr führen, der schwer zu durchbrechen ist. Daher ist es essenziell, Stressprävention und die Stärkung des Immunsystems aktiv in den Alltag zu integrieren – zum Beispiel durch Entspannungstechniken, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Lebensstiländerungen als Trigger

Die Wechseljahre werden oft von grundlegenden Änderungen im Lebensstil begleitet, die das Immunsystem beeinflussen können.

  1. Stressreduktion: Weniger Stresshormone stärken die Immunantwort.
  2. Ausreichend Schlaf: Guter Schlaf unterstützt die Regeneration des Immunsystems.
  3. Balancierte Ernährung: Vitamine und Mineralstoffe sind essenziell für die Immunabwehr.
  4. Regelmäßige Bewegung: Bewegung fördert die Durchblutung und damit die Funktion der Immunzellen.
  5. Gesellschaft & Support: Soziale Kontakte und psychosozialer Support können stressmindernd wirken.

All diese Anpassungen können dabei helfen, dein Immunsystem zu stärken und deine Infektanfälligkeit zu minimieren.

Es ist wichtig, diese Veränderungen schrittweise anzugehen und sie als Teil eines gesunden Lebensstils zu etablieren.

Erhöhtes Infektionsrisiko erkennen

In den Wechseljahren kann es vorkommen, dass du plötzlich häufiger als sonst mit Erkältungen zu kämpfen hast oder dich einfach nicht so fit fühlst. Hormonelle Umstellungen beeinflussen das Immunsystem und können zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte führen. Achte auf Anzeichen wie häufige Müdigkeit, anhaltende Erschöpfung und eine erhöhte Frequenz von Infektionen. Diese Symptome können Hinweise darauf sein, dass dein Immunsystem gerade mehr Unterstützung braucht. Es ist daher entscheidend, auf die Signale deines Körpers zu hören und gegebenenfalls mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber zu sprechen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome geschwächter Immunität

Im Laufe der Wechseljahre kann sich deine Immunität verändern, was sich durch verschiedene Symptome äußern kann.

  1. Häufige Infekte: Eine vermehrte Anfälligkeit für Erkältungen oder Grippe kann ein Hinweis auf ein geschwächtes Immunsystem sein.
  2. Erschöpfung: Trotz ausreichend Schlaf fühlst du dich oft müde und ausgelaugt.
  3. Längere Genesungszeiten: Krankheiten dauern länger als gewohnt und die Erholung zieht sich.
  4. Wunden heilen schlecht: Kleine Verletzungen oder Schnitte brauchen länger um zu verheilen.
  5. Häufige Herpesausbrüche: Wiederkehrende Virusinfektionen wie Herpes können anzeigen, dass deine Immunabwehr schwächelt.

Diese Symptome sollten nicht ignoriert werden, sie signalisieren, dass dein Körper Unterstützung benötigt.

Gerade jetzt ist es wichtig, achtsam mit deinem Körper umzugehen und nicht jede Veränderung einfach dem Älterwerden zuzuschreiben.

Häufige Infektionskrankheiten

Während der Wechseljahre nimmt die Gefahr für Atemwegsinfektionen zu, d. h. Erkältungen, Bronchitis oder Sinusitis sind keine Seltenheit. Dies liegt an der veränderten Immunlage, die es Viren und Bakterien leichter macht, in unseren Körper einzudringen und Infektionen auszulösen.

Auch Harnwegsinfektionen treten häufiger auf, besonders bei Frauen in den Wechseljahren.

Infektionen des Magen-Darm-Traktes können ebenfalls zunehmen, verursacht durch eine verminderte Magensäureproduktion, die sonst bakterielle Eindringlinge abtötet.

Zahnfleischentzündungen und Zahnprobleme sollten ebenfalls ernst genommen werden. Eine gesunde Mundflora ist wichtig, um Infektionen vorzubeugen und das Immunsystem nicht zusätzlich zu belasten.

Darüber hinaus sind Pilzinfektionen wie Candida häufiger ein Thema, da die natürliche Barrierefunktion der Haut und Schleimhäute nachlässt.

Letztlich solltest du auch auf Anzeichen von Gürtelrose achten, die durch die Reaktivierung des Windpocken-Virus entsteht. Starke und länger andauernde Stressphasen können hierbei ein Trigger sein.

Stärkung des Immunsystems in den Wechseljahren

Ein ausgeglichener Lebensstil ist das A und O für ein robustes Immunsystem, vor allem während der Wechseljahre. Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, welches reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. Regelmäßige Bewegung stärkt ebenfalls die Abwehrkräfte und verbessert die Stressresilienz. Zudem sollten ausreichend Schlaf und Entspannungsphasen nicht zu kurz kommen, denn der Körper regeneriert sich vor allem in Ruhephasen.

Neben diesen basalen Elementen kann auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Besonders Vitamin D und Zink und haben sich als wichtige Unterstützer des Immunsystems herausgestellt. In unserem Set Meno & Immune sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten.

Ernährung und Nährstoffe

Eine ausgewogene Ernährung ist gerade in den Wechseljahren zentral, um dein Immunsystem zu stärken. Dabei spielen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente eine Schlüsselrolle. Sie unterstützen zahlreiche Stoffwechselprozesse und tragen dazu bei, die Immunabwehr aufrechtzuerhalten.

Essenzielle Nährstoffe wie Vitamin C und E sind als Antioxidantien bekannt. Sie helfen, schädliche freie Radikale abzuwehren und Zellschäden zu vermeiden.

Auch das Spurenelement Zink trägt entscheidend zur Immunabwehr bei. In Kombination mit Vitamin C kann es die Dauer von Erkältungen verkürzen und die allgemeine Resistenz gegen Infektionen erhöhen.

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse fördern die Darmgesundheit. Ein gesunder Darm ist fundamental, denn hier sitzt ein großer Teil unseres Immunsystems. Zudem beeinflussen präbiotische Fasern positiv die Darmflora.

Daher ist es wichtig, deine Ernährung vielfältig zu gestalten mit frischem Gemüse, Obst, Vollkorn und mageren Eiweißquellen. So versorgst du deinen Körper mit allen nötigen Nährstoffen, um die Abwehrkräfte in den Wechseljahren optimal zu unterstützen.

Fette spielen ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Omega-3-Fettsäuren, enthalten in Fisch, Leinsamen und Walnüssen, wirken entzündungshemmend und können das Immunsystem positiv beeinflussen.

Bewegung und Schlafqualität

Bewegung stärkt effektiv dein Immunsystem.

Bleiben wir aktiv, unterstützt das nicht nur unsere Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System. Eine regelmäßige körperliche Betätigung kann auch das Risiko für Infektionen senken, indem es die Immunkompetenz steigert und Entzündungsprozesse im Körper reduziert. Spannend ist auch, dass Bewegung zur besseren Schlafqualität beiträgt, was wiederum das Immunsystem stärkt.

Guter Schlaf ist Immunpower pur.

Nicht ausreichender oder schlechter Schlaf kann uns anfälliger für Krankheiten machen. Eine gute Nachtruhe – idealerweise sieben bis acht Stunden – ist nicht nur für die Erholung des Körpers wichtig, sondern auch für die Regeneration des Immunsystems.

Schlechter Schlaf beeinträchtigt die Immunabwehr.

Wenn wir zu wenig schlafen oder die Qualität des Schlafs nicht stimmt, sinkt die Produktion von wichtigen Abwehrstoffen. Das kann die Tür für Infekte weiter öffnen. Darum ist es so bedeutend, gerade in den Wechseljahren auf einen erholsamen Schlaf zu achten.

 

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